Atelierhaus FOE

verzeichnet

 

Neue Münchner

Künstlergenossenschaft e. V. (NM)

 

Eröffnung: Freitag, den 10. September 2021 um 18.30 Uhr

 

Ausstellungsdauer: 10. bis 26. September 2021

 

Finissage mit Performance und Musik: Sonntag, den 26. September 2021 ab 17.00 Uhr

 

Öffnungszeiten:

jeweils Donnerstag: 18.00 – 22.00 Uhr, Freitag: 16.00 – 20.00 Uhr,

Samstag: 14.00 – 18.00 Uhr mit Künstlerführung, Sonntag: 14.00 – 18.00 Uhr mit Artist Talk

und nach telefonischer Vereinbarung unter +49 (0)171 20 70 562 oder +49(0)179 71 39 688

 

Galerie FOE 156: Oberföhringer Str. 156, 81925 München

 

 

Thomas Breitenfeld, Peter Engel, Anna Frydman, Baldur Geipel, Patricija  Gilyte,  Esther Glück, Nausikaa Hacker, Christian Heß, Angelika Högerl, Monika Humm, Martin Kargruber, Michael Krause, Karina Kueffner,  Martin  Mayer,  Manfred  Mayerle,  Boris  Maximowitz, Elisabeth Mehrl, Eugen W. Müller, Alois Öllinger, Christine Ott, Bernhard Paul, Anton Petz, Peter Pohl, Sybille Rath, Barbara Regner, Ulla Reiter, Eva Ruhland, Monika M. Schultes, Frauke Sohn, Dietmar Spörl, Rose Stach, Susan Stadler, Toni Stegmayer, Thomas Sterna, Gotlind Timmermanns, Tatjana Utz, Stefanie Unruh, Paul Valentin, Felix Weinold, Karin Welponer, Almut Wöhrle-Russ, Andreas Zingerle

 

 

Hinweis: Der Besuch der Ausstellung bedingt die Einhaltung der aktuellen Corona-Schutzmaßnahmen mit Maskenpflicht und 3G-Regel. Zu allen Besuchsterminen besteht die zusätzliche Aufenthaltsmöglichkeit im Freien.

 

 

 

 

 

 

 

Programm & Termine zur Ausstellung

 

Die Ausstellung stellt Fragen nach Semiotik, Ästhetik und Lesbarkeit von Zeichnungen, nach der vermeintlichen Fehlerhaftigkeit von Kunstwerken, nach Erfassung und Überwachung: dem eigenen Verzeichnet-Werden.

Präsentiert werden 42 Positionen zeitgenössischer Kunst unter dem Aspekt der aktuellen globalen Veränderungen seit Anfang 2020.

 

So, 12. September 2021 um 15.00 Uhr:

Artist Talk mit Eva Ruhland, Künstlerin und Präsidentin der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, und

Barbara Edlinger, Künstlerin, Kuratorin und Galeristin aus Graz , Österreich, zum Thema:

Kuration in einer polarisierten Gesellschaft – über Kunstmarkt, Künstlerkuration und Galerien im Wandel

 

So, 19. September 2021 um 15.00 Uhr:

Artist Talk mit Paul Valentin, Künstler, und Baldur Geipel, Künstler, zum Thema:

Zum Selbstverständnis von Werkbegriff und Marktwert im Wandel der Generationen

 

So, 26. September 2021 ab 14.00 Uhr:

Artist Talk und Videoperformance mit Thomas Sterna, Künstler, und Esther Glück, Künstlerin und Vorstandsmitglied der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft

 

Finissage ab 17.00 Uhr. Es legt Musik auf: Hufschläge ... (der Nacht)

 

 

                                                                    

 

 

Konzept (Kurzfassung)

 

Die Schau in der Münchner Galerie FOE erfasst rund 120 kritische, aktuelle Positionen von 42 namhaften Künstlerinnen und Künstlern. Ihnen gemein ist die Zugehörigkeit zu einer der wichtigsten Künstlergruppen Süddeutschlands, der Neuen Münchner Künstlergenossenschaft, die zahlreiche Ausstellungsprojekte realisiert und mit Partnern in Deutschland sowie international kooperiert.

 

Im Ausstellungsraum werden den Besuchern divergente und autarke Vorgehensweisen aufgezeichnet, die unterschiedliche ästhetische, soziale und politische Aspekte aufgreifen.

 

Bereits mit dem irritierenden Titel werden mannigfaltige Fragen ins Spiel gebracht:

 

– Könnten sich die Schöpfer der Bilder und Grafiken verzeichnet und damit das intendierte Ziel ihres Werkes verfehlt haben?

 

– Obliegt es nicht vielmehr grundsätzlich dem Künstler, sich kontinuierlich zu ver-zeichnen, aus Systemen auszubrechen, offiziell ausgedehnt fehlzuschlagen, scheinbar irregeleitet irrezuleiten, zu verzerren und zu deformieren,   fassungslos unerfasst zu bleiben?

 

– Wie lassen sich Ästhetik, Gehalt, Semiotik und Lesbarkeit von Zeichnungen im 21. Jahrhundert – besonders in

 Zeiten von Pandemie und Krise – vor dem Hintergrund eines seismographischen künstlerischen Handelns

 spezifizieren?

 

– Wie relevant ist im Zuge dessen die Tatsache des eigenen Verzeichnet-Werdens, das potenziell die expandierende Situation einer weltweit uneingeschränkten digitalen Erfassung und Überwachung von Menschen einzuleiten vermag?

 

–  Dabei und aktuell mit neuen Werken ergänzt: wie steht es um unser Selbstverständnis als Künstler:innen in der   währenden pandemischen Situation von Verlust, Verzicht, Verlangen, Versuch?

 

– Und letztendlich: Wie schön und ermutigend hingegen ist die prospektive Vorstellung, nach einer Zeit des Stillstands im Ausstellungswesen das eigene künstlerische Werkverzeichnis durch eine Schau wie diese erweitern zu können?

 

Damit Sie auch ohne Führung einen leichteren Zugang zu den verschiedenen Werken finden, haben wir ein Konzept zur Hängung der Werke und Strukturierung nach 9 konzentrierten Themenblöcken entwickelt, das Ihnen – auch anhand begleitender Texte - einen aufschlussreichen Einblick in die Konzeption der Ausstellung gewährt.

 

Im Fazit mutet diese Präsentation wie ein Verzeichnis im Sinne eines Katasters an – eine Bestandsaufnahme und Sammlung von künstlerischen Inhalten zahlreicher konzentriert und intensiv arbeitender Künstlerinnen und

Künstler mit dem Medium der Zeichnung.

 

Zur Ausstellung 2021 in der Münchner Galerie FOE 156 erscheint eine Publikation in Form eines gedruckten

Katalogs sowie eines Internet-Blogs.

 

Kuration und Organisation: Esther Glück, Eva Ruhland, Thomas Sterna

 

 

https://neuemuenchner-hausderkunst.de/aktuelles.htm

Link zum aktuellen Ausstellungsblog: https://verzeichnet.jimdosite.com/